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Roborock Saros 20 vs. Saros 20 Sonic: Welche Variante passt für wen?

| Saugroboter | Frank Specht

Roborock hat 2026 zwei sehr ähnlich aussehende Premium-Modelle ins Sortiment gestellt: den Saros 20 und den Saros 20 Sonic. Die Verwirrung ist programmiert, denn beide Geräte teilen sich Saugkraft, Chassis und Dock. Die Unterschiede liegen im Wischsystem und in der Navigation – an diesen Stellen gehen die Modelle technisch und preislich auseinander.

Gemeinsame Plattform mit identischer Hardware-Basis

Beide Modelle wurden auf der CES 2026 vorgestellt und teilen sich die gesamte Sauger-Hardware. Saugkraft, Fahrwerk und Reinigungsstation sind identisch:

  • 36.000 Pa HyperForce-Saugkraft (Saros 10R: 22.000 Pa)
  • AdaptiLift Chassis 3.0 mit Doppelschwellen-Überwindung bis 4,5 + 4,3 cm (max. 8,8 cm Gesamthöhe)
  • Bauhöhe 7,98 cm für Möbel mit geringer Bodenfreiheit
  • DuoDivide-Hauptbürste mit Dual-Anti-Tangle-Design gegen Haarverwicklungen
  • RockDock mit 100 °C Heißwasserwäsche, 55 °C Warmlufttrocknung und Staubbeuteltrocknung
  • Matter-Protokoll-Unterstützung für Apple Home, Google Home und Alexa

Auch die Akkukapazität von 6.400 mAh ist bei beiden Modellen identisch. Wer sich allein für Saugleistung, Fahrwerk oder Schwellenüberwindung entscheidet, wählt zwischen zwei nahezu identischen Geräten.

Zwei Unterschiede beim Wischsystem und in der Navigation

Die Modelle unterscheiden sich in zwei Aspekten: dem Wischmodul und der Hinderniserkennung.

Der Saros 20 verwendet zwei rotierende Mikrofaser-Mopps mit variablem Anpressdruck bis 13 Newton. Eine FlexiArm-Mechanik fährt einen der Mopps seitlich aus, um Kanten und Ecken besser zu erreichen. Erkennt das DirTect-System hartnäckige Flecken, erhöht der Roboter Wasser und Anpressdruck automatisch. Die Navigation läuft über das StarSight Autonomous System 2.0 – ein rein bildbasiertes System ohne klassischen LiDAR-Turm.

Der Saros 20 Sonic ersetzt die Rotations-Mopps durch ein einzelnes ausfahrbares VibraRise-5.0-Pad. Die Wischplatte vibriert mit 4.000 Schwingungen pro Minute bei konstantem Anpressdruck von 14 Newton. Die Vibrationsfläche ist gegenüber dem Vorgänger um 27 Prozent vergrößert. Charakteristisches Merkmal: Das Pad fährt seitlich aus und schließt bündig mit Wänden und Sockelleisten ab.

Bei der Navigation geht der Sonic einen anderen Weg. Statt der reinen Bilderkennung kommt das Reactive-AI-3.0-System mit dreifach strukturiertem Tri-Laser-Licht, RGB-Kamera und einem seitlichen VertiBeam-Laser zum Einsatz. Das einziehbare LDS-Modul des RetractSense-Systems fährt unter niedrige Möbel ein, um die Durchfahrtshöhe von 7,95 cm zu erreichen.

Was bedeutet das in der Praxis?

Die zwei Wischsysteme adressieren unterschiedliche Anforderungen. Rotations-Mopps decken größere Flächen pro Durchgang ab und simulieren manuelles Schrubben durch die Drehbewegung. Sie eignen sich für Hartböden mit oberflächlichem Schmutz und großen Reinigungsflächen.

Vibrationsmopps mit hohem konstantem Druck sind besonders auf eingetrocknete Verschmutzungen und randscharfe Reinigung ausgelegt. Der bündige Wandkontakt des Sonic adressiert den dunklen Streifen, den nahezu jeder Wischroboter entlang von Sockelleisten hinterlässt.

Tests in der Branchenpresse zeichnen ein differenziertes Bild. Mehrere deutschsprachige Tests beschreiben den Saros 20 als solide Weiterentwicklung ohne bahnbrechende Innovationen. Direkte Vergleiche zeigen, dass Vibrationspads in reinen Schrubbtests gegenüber Walzensystemen wie beim Dreame X60 weiterhin im Rückstand sind. Der Sonic punktet dagegen bei der Randabdeckung – ein Bereich, in dem viele Wischroboter strukturell schwächeln.

Preise und Verfügbarkeit im Mai 2026

Der Saros 20 ist seit dem 26. Februar 2026 in Deutschland erhältlich, der Sonic folgte im März. Beide Modelle sind in Schwarz und Weiß verfügbar. Der Preisunterschied beträgt aktuell rund 150 Euro:

ModellUVPAktueller Marktpreis (Mai 2026)
Saros 201.499 €ab 1.199 €
Saros 20 Sonic1.549 €ab 1.349 €

Beide Preise haben sich seit dem Verkaufsstart deutlich vom UVP gelöst. Die Sonic-Variante liegt konsequent etwa 150 Euro über dem Standardmodell.

Home-Assistant-Integration: Identische Lage für beide Modelle

Da beide Geräte dieselbe Roborock-Plattform nutzen, gilt der Integrationsstatus für beide Varianten gleichermaßen. Roborock unterstützt Home Assistant offiziell über die Core-Integration. Hinzu kommt Matter-Support für die Anbindung an Apple Home, Google Home und Alexa.

Die Matter-Anbindung ist allerdings auf Grundfunktionen wie Start, Stop und Andocken beschränkt – Mapping, Zonenreinigung und detaillierte Statusinformationen bleiben der nativen Roborock-Integration vorbehalten. Wer den vollen Funktionsumfang in Home Assistant nutzen möchte, kommt um die Core-Integration nicht herum. Wichtig zu wissen: Nach dem Hinzufügen des Geräts zur Roborock-App muss vor der HA-Einbindung mindestens ein Reinigungszyklus durchgeführt werden, damit alle Entities korrekt erscheinen. Dieser Hinweis fehlt in der Roborock-Dokumentation und sorgt regelmäßig für Verwirrung.

Welche Variante für welchen Haushalt?

Beide Modelle adressieren denselben Premium-Käufer, optimieren aber unterschiedliche Aspekte des Reinigungsvorgangs:

Der Saros 20 eignet sich für:

  • große, offene Wohnflächen mit überwiegend Hartböden
  • Haushalte mit Standard-Verschmutzung ohne harte Flecken-Probleme
  • Nutzer, die den günstigeren Preis bevorzugen
  • Setups, in denen das bewährte Rotations-System gute Erfahrungen geliefert hat

Der Saros 20 Sonic eignet sich für:

  • Wohnungen mit vielen Wänden, Sockelleisten und Möbelkanten
  • Haushalte mit Bedarf an intensivem Schrubben (Eingangsbereiche, Küchen)
  • Nutzer, denen randscharfe Wischergebnisse wichtiger sind als Flächenleistung
  • Setups mit niedrigen Möbeln, bei denen das einziehbare LDS einen Mehrwert bietet
  • Bereitschaft, für die ausfahrbare Wischplatte und das erweiterte Sensorsystem rund 150 Euro Aufpreis zu zahlen

Wer auf maximale Wischleistung Wert legt und Robotermopps grundsätzlich kritisch sieht, sollte zusätzlich die Walzen-Konkurrenz wie den Dreame X60 Max Ultra in die Auswahl einbeziehen.

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