Über mich...
...und smart-home-insights.net
Ich bin Frank Specht, Jahrgang 1973, und das Thema Smart Home begleitet mich seit über zehn Jahren. Wie aus ein paar Geräten ein System mit rund 200 Komponenten wurde und warum es diese Seite gibt, erzähle ich hier.
2014: Ein überschaubarer Anfang
Alles begann 2014 mit Homematic. Smart Home war damals in Deutschland noch Nischenthema, und es gab nur wenige Systeme, die man ernst nehmen konnte. Homematic war eins davon, also fing ich damit an. Ein paar Geräte, ein paar Automatisierungen, nichts Großes.
Dabei blieb es nicht lange. Mit jedem Jahr kamen neue Geräte dazu, neue Ideen, neue Abläufe. Und je mehr im Haus automatisch passierte, desto wichtiger wurde eine Frage: Läuft das auch zuverlässig? Aus der Spielerei wurde ein System, und aus Neugier wurde Anspruch.
2022: Der “Ausbruch”
Irgendwann war klar, dass Homematic mich nicht mehr weiterbringt. 2022 bin ich auf Home Assistant umgestiegen, und das fühlte sich weniger wie ein Systemwechsel an als wie ein Ausbruch. Plötzlich war ich an keinen Hersteller mehr gebunden. Zigbee, Matter, WLAN, Z-Wave: Ins Haus kommt, was für die Aufgabe am besten passt.
Die alten Homematic-Geräte habe ich übrigens nicht entsorgt. Sie laufen bis heute zuverlässig weiter, nur hören sie jetzt auf Home Assistant. Neue Geräte aus diesem Ökosystem kaufe ich aber in der Regel keine mehr.
Heute: Über 200 Geräte und vier Fragen
Inzwischen steuert mein System über 200 Geräte mit mehreren tausend Datenpunkten. Licht und Rollläden, Heizung und Energiemanagement mit PV-Anlage, dazu eine Wetterstation, das Heimkino sowie Fenstersensoren, Rauchmelder und Alarmanlage. Klingt nach einem Technikmuseum, ist aber das Gegenteil. Denn um die Technik selbst ging es mir nie. Jedes neue Gerät muss sich vier Fragen stellen lassen:
Welchen Nutzen bringt es? Läuft es zuverlässig? Lässt es sich auf Dauer betreiben? Und macht es mein Zuhause spürbar komfortabler, sparsamer oder sicherer?
Warum es diese Seite gibt
Aus genau diesen Fragen ist smart-home-insights.net entstanden. Hier schreibe ich über Dinge, die ich selbst eingesetzt, gemessen und bewertet habe. Mit eigenem Geld gekauft, im eigenen Zuhause betrieben, an echten Ergebnissen gemessen. Keine Tests aus dem Pressemuster-Karton und keine auf Provision getrimmten Bestenlisten. Ein paar Affiliate-Links findest du hier zwar auch, das gebe ich offen zu. Sie sind aber nicht der Grund, warum ich schreibe.
Apropos Pressemuster: Bekommen habe ich noch keins. Ich liege wohl noch unter der Relevanzgrenze. Ehrlich gesagt ist mir das ganz recht. So schulde ich niemandem etwas.
Was als Nächstes kommt
Nach Jahren des Nutzens will ich jetzt selbst bauen: eigene Custom Integrations für Home Assistant. Nicht, weil es keine fertigen Lösungen gäbe, sondern weil manche Anforderungen so speziell sind, dass man sie am besten selbst umsetzt.
Den Anfang macht „Easy Stock“. Die Integration holt aktuelle und historische Börsenkurse in Home Assistant und bringt eine eigene Lovelace-Card fürs Dashboard mit. So sehe ich die Kurse dort, wo ohnehin alles andere zusammenläuft, ohne zwischen Apps hin- und herzuspringen. Easy Stock und hoffentlich bald weitere Integrationen findest du auf GitHub unter github.com/derspe.
Woher das Handwerkszeug kommt
Dass mich Systeme und Schnittstellen nicht abschrecken, hat einen Grund. Seit 1998 arbeite ich im Web-Business als Mitinhaber einer Agentur. Wer so lange mit Technik und mit den Erwartungen von Kunden und Nutzern zu tun hat, lernt zwei Dinge: komplexe Themen so zu erklären, dass andere etwas damit anfangen können. Und ein Gespür dafür, was eine Erklärung braucht und was nicht.
Und wenn das Haus sich selbst steuert?
Dann bin ich draußen. Am liebsten auf dem E-Bike, mit dem ich inzwischen über 75.000 Kilometer gefahren bin, und das mit einem einzigen Akku. Das überrascht mich selbst immer noch. Oder auf der Skipiste: Mindestens zehn Tage im Jahr sind fest eingeplant, darüber wird nicht verhandelt.
Zu Hause koche ich gern, und zwar mit der Zeit, die gutes Essen verdient. Schnell geht es nur, wenn es wirklich schnell gehen muss. Und ich höre viel Musik, auf einer Anlage, die über die Jahre so gut geworden ist, dass man hört, in welcher Qualität die Quelle vorliegt.
Vielleicht schließt sich damit der Kreis. Die beste Automatisierung ist für mich die, die du gar nicht bemerkst, weil sie im Hintergrund einfach funktioniert, während du gerade auf dem Rad sitzt, am Herd stehst oder Musik hörst.