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Standby-Rechner: Was dein Smart Home im Leerlauf kostet

Geräte zählen, Grundlast ermitteln, Kosten einschätzen.

Zähle deine Hubs, Zwischenstecker, Lampen und Lautsprecher. Der Rechner zeigt dir Watt, Kilowattstunden und Euro pro Jahr – mit Werten aus Datenblättern und unabhängigen Messungen.

Trag deinen Strompreis in Cent ein und hinterlege in den Gruppen, was bei dir dauerhaft am Netz hängt – von der Zentrale über Zwischenstecker und Lampen bis zum Router. Du bekommst sofort deine Grundlast in Watt, den Verbrauch pro Jahr und was er dich kostet, dazu ein Diagramm, welche Geräte den größten Anteil haben. 

Rechner

So rechnet das Tool

Für jede Kategorie multipliziert der Rechner die Anzahl mit der Leistung eines Geräts im Leerlauf. Die Summe ist deine Grundlast in Watt. Daraus folgt die Energie pro Jahr:

kWh/Jahr = Watt × Stunden pro Tag × 365 / 1000 und €/Jahr = kWh × Strompreis.

Jede Zeile hat einen Rechenwert (typisch) und eine Spanne. Die Spanne zeigt, wie weit Geräte derselben Kategorie auseinanderliegen – je nach Modell, Firmware und Netzteil. Trägst du einen eigenen Messwert ein, rechnet das Tool nur noch mit diesem Wert.

Woher die Werte kommen

Jede Zeile steht für eine Geräteklasse, nicht für ein bestimmtes Modell. Grundlage sind Herstellerangaben (Datenblätter, Support-Seiten, die EU-Produktdatenbank EPREL) und unabhängige Messungen (Fachpresse, Testlabore, nachvollziehbar dokumentierte Messungen von Nutzern), Stand Oktober 2026.

  • Die Spanne reicht vom kleinsten bis zum größten belegten Wert der Klasse.
  • Der Rechenwert ist der Median der belegten Werte – also ein typisches Gerät, kein Best- oder Worst-Case.
  • Gezählt wird nur die Grundlast im Leerlauf bzw. Standby. Laden, Mähen, Abspielen oder Licht an gehören nicht dazu.
  • Herstellerangaben sind oft Obergrenzen („unter 1 W“) oder gesetzliche Grenzwerte, die echte Geräte unterschreiten.

Messwerte an der Steckdose enthalten die Verluste des Netzteils. Herstellerangaben tun das oft nicht – in der Praxis liegt der Verbrauch dann etwas höher.

Was das Ergebnis bedeutet

Ein Beispiel: Mini-PC als Zentrale (8,4 W), eine Bridge (1,6 W) und 20 WLAN-Zwischenstecker (je 0,9 W) ergeben 28 W Grundlast. Rund um die Uhr sind das etwa 245 kWh und bei 35 ct/kWh rund 86 € im Jahr. Den größten Teil machen hier nicht Server oder Bridge aus, sondern die vielen kleinen Stecker.

Das Diagramm zeigt, welche Geräte den größten Teil deiner Grundlast ausmachen.

Grenzen

  • Alle Werte sind Richtwerte. Netzwerk-Standby, Firmware und Netzteil machen spürbare Unterschiede.
  • Batteriebetriebene Geräte fehlen, sie hängen nicht am Netz.
  • Der Verbrauch im Betrieb – Lampe an, Saugroboter lädt – ist nicht Teil der Rechnung.

So misst du selbst

Stecke das Gerät an eine Mess-Steckdose und miss mindestens 24 Stunden: Viele Geräte schwanken, weil sie zwischendurch Updates laden oder Funk aufbauen. Teile die kWh durch 24 und du hast den Mittelwert in Watt. Diesen Wert trägst du im Rechner über „Wert anpassen“ ein – das Tool rechnet dann mit deinem Gerät statt mit dem typischen Wert.

Häufige Fragen

Ein kleines Setup mit Bridge und zehn Zigbee-Zwischensteckern kommt auf rund 6 W Grundlast, ein größeres mit Mini-PC als Zentrale und 20 WLAN-Steckern auf rund 28 W. Bei 35 ct/kWh sind das etwa 19 bzw. 86 € im Jahr. Den Ausschlag geben Zahl und Art der Geräte: Zehn WLAN-Zwischenstecker liegen bei rund 9 W, ein Mini-PC mit N100/N150 typisch bei rund 8 W (5 bis 14 W). Rechne dein eigenes Setup oben durch.

Im Schnitt ja: Zigbee- und Thread-Zwischenstecker liegen bei typisch 0,45 W, WLAN-Stecker bei 0,9 W – also etwa die Hälfte. Die Spannen überschneiden sich aber: Sparsame WLAN-Stecker kommen auf 0,4 W, manche Zigbee-Stecker auf 0,8 W.

Beim Stromverbrauch nicht: Ein N100/N150-Mini-PC braucht im Leerlauf typisch 3 bis 5 W mehr als ein Raspberry Pi 4 oder 5 mit SSD. Bei 35 ct/kWh sind das rund 10 bis 15 € im Jahr. Gründe für den Mini-PC sind Leistung und Stabilität.

Rund 1,5 W laut Messung von digitalzimmer.de, also etwa 13 kWh oder 4,60 € im Jahr bei 35 ct/kWh.

Nur, wenn sie am Netz hängen. Präsenzmelder mit mmWave-Radar oder CO2-Sensoren mit Netzteil laufen rund um die Uhr und zählen zur Grundlast – je nach Funk von rund 0,5 W (Zigbee, Homematic) bis knapp 2 W (WLAN). Sensoren, Thermostate und Fernbedienungen mit Batterie hängen nicht am Netz und tauchen nicht auf.

Seit dem 9. Mai 2025 gilt die Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/826. Sie löst die Verordnung (EG) Nr. 1275/2008 ab und gilt für neu in Verkehr gebrachte Haushalts-, IT- und Unterhaltungsgeräte – etwa Lautsprecher, Streaming-Geräte und Router – sowie für motorbetriebene Rollläden, Jalousien und Markisen. Die Obergrenzen:

  • Aus-Zustand: 0,5 W, ab 9. Mai 2027 0,3 W
  • Bereitschaft: 0,5 W, mit Informations- oder Statusanzeige 0,8 W
  • vernetzte Bereitschaft: 2 W; für Router, Switches, Access Points und Modems 8 W, ab 9. Mai 2027 7 W