Shelly Flood S Gen4: Kompakter Wassermelder mit Matter und Regenmodus
Shelly erweitert sein Sensorportfolio. Am 4. Juni 2026 hat die Shelly Group den Shelly Flood S Gen4 vorgestellt. Das ist ein kompakter, batteriebetriebener Wassermelder. Er soll Lecks früh erkennen, bevor teure Schäden entstehen.
Der Sensor reiht sich in die wachsende Gen4-Familie ein. Für die Zielgruppe ist vor allem die Protokollunterstützung interessant: Der Flood S Gen4 funkt über Wi-Fi 6, Bluetooth 5 LE und Zigbee 3.0. Dazu kommt Matter, allerdings nur über WLAN (Matter-over-Wi-Fi), nicht über Thread. Damit lässt er sich direkt in Home Assistant einbinden.
Das Gerät trägt das Kürzel „S" im Namen. Es positioniert sich als kompaktere Variante neben dem bereits erhältlichen Shelly Flood Gen4. Der größere Flood Gen4 setzt auf ein erweiterbares Leck-Sensorkabel. Der Flood S Gen4 verzichtet darauf und setzt stattdessen auf seine integrierten Edelstahl-Pads.
Was der Flood S Gen4 erkennt
Der Kern ist ein großflächiger Dreifach-Pad-Sensor aus Edelstahl. Diese Pads erkennen laut Hersteller auch sauberes und schwach leitendes Wasser zuverlässig. Dazu zählen HVAC-Kondensat, destilliertes Wasser und entsalztes Wasser. Genau solche Flüssigkeiten bringen einfache Sensoren oft an ihre Grenzen.
Gedacht ist das Gerät für die typischen Problemzonen im Haushalt. Unter Waschmaschine, Spülmaschine, Spüle oder Boiler. In Keller oder Garage. Dank des flachen Designs passt der Sensor auch in enge oder schwer zugängliche Ecken.
Erkennt das Gerät Wasser, reagiert es sofort. Es sendet eine Benachrichtigung, löst einen Alarm aus oder startet eine automatisierte Aktion. Praktisches Beispiel: das Abschalten eines elektrischen Wasserventils. Über den integrierten Summer warnt der Sensor zusätzlich direkt vor Ort. Der Summer arbeitet je nach Alarmprofil unterschiedlich. Im Intense-Profil bleibt er nach einer Fluterkennung zehn Minuten aktiv, im Normal-Profil fünf Minuten.
Eine technische Eigenheit solltest du kennen. Der Flood S Gen4 prüft den Flutstatus alle fünf Sekunden statt durchgehend. Diese kleine Verzögerung spart Akku. In Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit lässt sich zudem eine Haltezeit von bis zu 60 Sekunden setzen, um Fehlalarme zu vermeiden.
Regenmodus für Außenautomationen
Neben dem klassischen Flutschutz bietet der Sensor einen dedizierten Regenmodus. Dieser zielt auf wetterbasierte Automationen im Außenbereich. Der Sensor erkennt einsetzenden Regen und kann darauf reagieren.
Die Anwendungsfälle sind naheliegend. Markisen einfahren. Bewässerung pausieren. Eine Regenwarnung verschicken. Wer eine Terrasse oder einen Garten ins Smart Home eingebunden hat, bekommt hier einen einfachen Auslöser.
Für beide Modi stehen drei Alarmprofile zur Wahl: Intense, Normal und Economic. Das Economic-Profil reduziert die Aktivität und schont den Akku. Das ist sinnvoll für Ferienwohnungen oder selten genutzte Räume.
Konnektivität und Home-Assistant-Einbindung
Der Flood S Gen4 unterstützt Wi-Fi 6, Bluetooth 5 LE, Zigbee 3.0 und Matter-over-Wi-Fi. Diese Multiprotokoll-Auslegung kennst du bereits von anderen Gen4-Geräten. Für die Einbindung in Home Assistant bedeutet das Flexibilität.
Über Matter läuft die Einbindung am direktesten. Der Sensor erscheint als nativer Matter-Geräteeintrag. Wer Zigbee bevorzugt, kann das Gerät per Tastendruck von der Matter-Firmware auf Zigbee umstellen. Der Wechsel erfolgt über fünfmaliges schnelles Drücken der Taste.
Wichtig für lokale Setups: Der Sensor unterstützt lokale Automationen. Er arbeitet also weiter, auch ohne Internetverbindung. Das passt zur Home-Assistant-Philosophie der lokalen Kontrolle. Über Matter oder Zigbee bleibt der Sensor vollständig unabhängig von der Shelly-Cloud nutzbar.
Die Daten und Einstellungen lassen sich alternativ über die Shelly Smart Control App verwalten. Für die Home-Assistant-Nutzung ist die App aber nicht zwingend nötig. Wer den Sensor per Matter einbindet, kann ihn vollständig über Home Assistant konfigurieren und in Automationen einbauen. Ein typisches Szenario: Der Sensor unter der Waschmaschine löst bei Wasserkontakt eine Automation aus, die ein smartes Ventil schließt und dir gleichzeitig eine Benachrichtigung schickt.
Schutzklasse, Akku und Verfügbarkeit
Der Flood S Gen4 ist für drinnen und draußen ausgelegt. Er bietet eine Schutzklasse von IP67. Die Akkulaufzeit gibt Shelly mit bis zu zwei Jahren an, betrieben über eine mitgelieferte CR123A-Batterie. Der genaue Wert hängt vom gewählten Alarmprofil und der Einsatzumgebung ab. Die Betriebstemperatur reicht von −20 bis 40 °C, was den Außeneinsatz auch im Winter abdeckt.
Verkauft wird der Sensor ab sofort. Im Shelly-Onlineshop ist der Flood S Gen4 als Neuheit gelistet und auf Lager. Über Amazon ist das Gerät bislang nicht erhältlich. Dort findet sich aktuell nur das ältere Flood Gen4 mit Sensorkabel.
Erfahrungsgemäß folgt die Amazon-Listung neuer Shelly-Geräte erst einige Wochen nach dem Verkaufsstart im Herstellershop.
Quellenverzeichnis
- Shelly Knowledge Base – Datenblatt Shelly Flood S Gen4 (Specs, Konnektivität, Tastenbelegung): kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-flood-s-gen4
- Shelly Europe – Produktseite Shelly Flood S Gen4: shelly.com/products/shelly-flood-s-gen4
- Shelly Europe – Light + Building 2026: Smart Highlights and Premieres: shelly.com/blogs/media-kit/smart-highlights-and-premieres
- Essential Install – Shelly Introduces New Generation of IoT Devices (04.06.2026): essentialinstall.com/news/shelly-introduces-new-generation-of-iot-devices
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