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10-Euro-Radarsensor für Home Assistant: mmWave-Technologie im Budgetsegment

| Home Assistant | Frank Specht

Seit kurzem sind ZigBee-basierte Radarsensoren für weniger als zehn Euro erhältlich – eine Entwicklung, die den Zugang zu präziser Präsenzdetektion im Smart Home deutlich vereinfacht, ohne auf kostspielige Alternativen zurückgreifen zu müssen.

Technische Vorteile von mmWave-Sensoren gegenüber PIR-Lösungen

Während herkömmliche PIR-Sensoren lediglich grobe Bewegungen erfassen, registrieren Radarsensoren auch minimale Positionsänderungen, wie sie etwa beim Arbeiten an einem Schreibtisch oder im Schlaf auftreten, wodurch sie sich für Anwendungsfälle eignen, die eine kontinuierliche Anwesenheitsüberwachung erfordern.

Bislang waren solche Geräte mit Preisen ab 50 Euro verbunden, was für viele Anwender eine wirtschaftliche Hürde darstellte. Der neue Sensor reduziert diese Barriere auf ein Zehntel des bisherigen Einstiegspreises, wobei seine kompakte Bauform von 35 × 35 Millimetern eine unauffällige Montage an Decken oder Wänden ermöglicht.

Die vom Hersteller angegebene Batterielaufzeit von bis zu zwei Jahren bleibt zwar zunächst eine theoretische Angabe, doch selbst bei einer Halbierung dieses Werts bliebe das Verhältnis von Kosten und Nutzen attraktiv genug, um einen Einsatz in Testumgebungen zu rechtfertigen.

ZigBee als Kommunikationsstandard: Vorteile für die Integration in Home Assistant

Anstatt auf Wi-Fi zu setzen, nutzt der Sensor ZigBee als Übertragungsprotokoll, was mehrere Vorteile mit sich bringt: Geringerer Energieverbrauch, höhere Netzwerkstabilität und eine bessere Skalierbarkeit in größeren Installationen.

Besitzer eines ZigBee-Adapters wie des Sonoff ZBDongle-E oder eines ConBee II können das Gerät ohne zusätzliche Hardware in Home Assistant einbinden. Nach erfolgreicher Kopplung mit dem Netzwerk erscheint der Sensor als neue Entität im System, wobei die vom Hersteller spezifizierte Erkennungsreichweite von bis zu acht Metern in der Praxis stark von der Montageposition abhängt – fünf Meter sind jedoch in den meisten Wohnräumen ausreichend.

Funktionsumfang und technische Einschränkungen

Im Gegensatz zu preiswerten PIR-Sensoren erfasst der Radarsensor nicht nur Bewegung, sondern auch statische Präsenz, was ihn für Szenarien wie die Steuerung von Beleuchtung oder Heizung in Räumen mit geringer Aktivität prädestiniert. Die Empfindlichkeit lässt sich über Home Assistant anpassen, um Fehlauslösungen zu minimieren.

Allerdings stößt das Gerät an Grenzen, wenn es um präzise Positionsbestimmung geht: Die Auflösung reicht nicht aus, um einzelne Zonen innerhalb eines Raums zu unterscheiden. Für einfache Anwesenheitserkennung ist der Sensor ausreichend, für komplexere Anwendungen wie Raumzonen-Tracking sind jedoch weiterhin teurere Lösungen oder der Einsatz mehrerer Sensoren erforderlich.

Ein weiterer Nachteil liegt in der spärlichen Dokumentation, die insbesondere für Nutzer ohne Erfahrung mit ZigBee-Geräten eine Hürde darstellen kann. Dies entspricht jedoch dem Standard bei Produkten dieser Preisklasse.

Einsatzszenarien und Zielgruppe

Für Anwender, die mmWave-Technologie ohne größere Investitionen evaluieren möchten, stellt der Sensor eine kostengünstige Option dar. Die Integration in Home Assistant verläuft problemlos, und die Erkennungsgenauigkeit übertrifft bei diesem Preisniveau die Erwartungen.

Wer hingegen höchste Zuverlässigkeit oder erweiterte Funktionen wie Zonenerkennung benötigt, wird mit diesem Modell nicht alle Anforderungen abdecken können. Für alle anderen bietet der Sensor eine Möglichkeit, Präsenzdetektion im Smart Home ohne signifikante finanzielle Risiken zu implementieren.

Momentan ist der Sensor nur bei Aliexpress erhältlich.

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