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Ubisys Zigbee-Geräte mit Langzeitgarantie: Offizielle Home Assistant-Integration verfügbar

| Zigbee | Frank Specht

Seit 2010 produziert der deutsche Hersteller Ubisys Smart-Home-Hardware, die durch fünfjährige Garantie und regelmäßige Firmware-Updates auffällt – nun wurde die Kompatibilität mit Home Assistant offiziell zertifiziert, wodurch die Geräte direkt in das Works-with-Home-Assistant-Programm aufgenommen werden.

Langlebigkeit als technisches Prinzip

Während die meisten Smart-Home-Komponenten nach wenigen Jahren durch neue Modelle ersetzt werden müssen, setzt Ubisys auf eine andere Strategie: Die Hardware wird so konstruiert, dass sie nicht nur langfristig funktioniert, sondern auch durch Updates an aktuelle Standards angepasst wird. Diese Herangehensweise korrespondiert mit dem Ansatz von Home Assistant, der ebenfalls auf Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von Cloud-Diensten setzt.

Ein Zigbee-Schalter von Ubisys, der heute installiert wird, bleibt nicht nur über Jahre hinweg nutzbar, sondern erhält auch neue Funktionen per OTA-Update – ohne dass der Nutzer Ersatzteile beschaffen muss. Das 2005 in Düsseldorf gegründete Unternehmen liefert bis heute Feature-Updates für Geräte aus dem Jahr 2010 aus und gewährt auf seine Hardware fünf Jahre Garantie sowie mindestens fünf Jahre kostenlose Firmware-Updates. Das unterscheidet den Hersteller von vielen Mitbewerbern, deren Geräte oft nach kurzer Zeit veralten oder nicht mehr unterstützt werden.

Zigbee als bewährter Standard

Die Entscheidung für Zigbee als primären Funkstandard basiert nicht auf aktuellen Trends, sondern auf technischen Vorteilen: Der Standard arbeitet lokal, verbraucht wenig Energie und bildet ein selbstheilendes Mesh-Netzwerk. Dadurch entfallen typische Probleme wie WLAN-Überlastung, Cloud-Abhängigkeiten oder häufiger Batteriewechsel – Eigenschaften, die besonders bei Retrofit-Lösungen, also der Nachrüstung bestehender Installationen, relevant sind.

Viele Hersteller implementieren Zigbee nur oberflächlich, was zu Verbindungsabbrüchen oder Kompatibilitätsproblemen führt. Ubisys hingegen entwickelt seine Geräte von Grund auf für den Standard und ist als Mitglied der Connectivity Standards Alliance aktiv an dessen Weiterentwicklung beteiligt – das Unternehmen erhielt nach eigenen Angaben weltweit als erstes eine Zigbee-3.0-Zertifizierung. Während andere Sensoren oft nur mit manuellen Anpassungen oder Workarounds in Home Assistant funktionieren, lassen sich Ubisys-Produkte meist ohne zusätzliche Konfiguration einbinden.

Retrofit mit Vor- und Nachteilen

Ubisys wirbt damit, dass seine Geräte bestehende Installationen erweitern, ohne dass größere Umbauten nötig sind. Tatsächlich lassen sich die Komponenten in Standard-Unterputzdosen einbauen und mit herkömmlichen Schaltern kombinieren. Wer etwa einen analogen Lichtschalter durch ein smartes Modell ersetzen möchte, muss weder Wände aufstemmen noch neue Leitungen verlegen. Wichtig: Da die Aktoren netzspannungsführend sind, muss die Installation von einer Elektrofachkraft vorgenommen werden.

Allerdings hat diese Lösung ihren Preis: Ubisys-Geräte liegen preislich deutlich über dem Niveau vergleichbarer Produkte von Aqara oder Sonoff. Ein smarter Dimmer kostet ein Mehrfaches eines Konkurrenzmodells. Dafür erhält der Käufer jedoch in Deutschland gefertigte Hardware, die länger hält und seltener ausgetauscht werden muss – ein Faktor, der in einer Branche, die oft auf kurze Produktzyklen setzt, ins Gewicht fällt.

Ein weiterer Aspekt ist die fokussierte Auswahl: Ubisys konzentriert sich auf Kernkomponenten wie Schalter, Dimmer, Jalousiesteuerungen, Heizungsthermostate und Reiheneinbaugeräte. Wer spezielle Sensoren oder ungewöhnliche Anwendungsfälle sucht, wird bei anderen Herstellern fündig. Wer jedoch Wert auf zuverlässige, langlebige Hardware legt, findet hier eine passende Lösung.

Home Assistant-Integration: Zertifizierung statt neuer Technik

Mit der Aufnahme ins Works-with-Home-Assistant-Programm im April 2026 hat sich Ubisys verpflichtet, die Geräte langfristig zu unterstützen, lokal ohne Cloud zu betreiben und Firmware-Updates bereitzustellen. Die Einbindung selbst erfolgt – wie bei anderen zertifizierten Zigbee-Marken – über die in Home Assistant integrierte ZHA-Integration (Zigbee Home Automation) und einen Zigbee-Adapter wie den Home Assistant Connect ZBT-2. Die Ubisys-Marke wurde mit Home Assistant 2026.3 eingeführt.

Da alle Ubisys-Geräte lokal arbeiten, entfällt die Abhängigkeit von Cloud-Diensten. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich innerhalb des eigenen Netzwerks, ohne dass Daten an externe Server übertragen werden. Dies stellt nicht nur einen Vorteil für den Datenschutz dar, sondern erhöht auch die Zuverlässigkeit, da keine Internetverbindung erforderlich ist.

Die zertifizierten Geräte decken aktuell die Bereiche Schalt- und Szenensteuerung, Energiemonitoring und Heizung ab – darunter das Heizkörperthermostat H1, das einfach auf das vorhandene Heizungsventil aufgeklemmt wird und mit AA-Batterien läuft. Aktoren und Steuergeräte mit Netzspannung müssen dagegen vom Elektriker installiert werden.

Auch wer Zigbee2MQTT statt ZHA bevorzugt, kann Ubisys-Geräte nutzen – der Hersteller stellt OTA-Firmware-Dateien sogar explizit auch für Anwender bereit, die Gateways anderer Hersteller einsetzen, und liefert via iOS-App einen eigenen OTA-Server für Drittsysteme. Einzelne herstellerspezifische Konfigurationsoptionen (etwa das detaillierte Input-Mapping) sind je nach Integration unterschiedlich gut zugänglich. Für maximale Kontrolle lohnt sich ein Blick in die jeweilige Geräteseite der Community-Dokumentation.

In einem Markt, in dem viele Hersteller ihre Produkte mit künstlichen Einschränkungen versehen, ist die offizielle Zertifizierung eine sinnvolle Ergänzung – vor allem als Selbstverpflichtung des Herstellers zu dauerhaftem Support unter Open-Home-Foundation-Werten.

Mehr dazu findest du unter https://www.home-assistant.io/blog/2026/04/23/ubisys-joins-works-with-home-assistant/ 

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