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Home Assistant 2026.3: Das sind die wichtigsten Neuerungen

| Home Assistant | Frank Specht

Home Assistant 2026.3 ist kein Feature-Hammer, sondern ein solides Release: viele Bugfixes, neue Integrationen und einige gezielte Verbesserungen.

Staubsauger-Roboter: Endlich echtes Area-Mapping

Wer einen Saugroboter in Home Assistant eingebunden hat, kennt das Problem: Raumbasiertes Reinigen war bisher entweder über herstellerspezifische Skripte oder umständliche YAML-Konstrukte mit proprietären Segment-IDs möglich — oder gar nicht.

2026.3 führt die neue clean_area-Action ein. Darin lassen sich die internen Kartensegmente des Roboters einmalig den in Home Assistant definierten „Areas" zuordnen. Das Mapping erfolgt manuell über die Entity-Einstellungen des Saugers — unter „Map vacuum segments to areas". Danach kann über eine Automatisierung oder ein Script gezielt „Küche reinigen" ausgelöst werden, ohne sich um herstellerinterne IDs kümmern zu müssen.

Zum Launch wird das Feature von Matter, Ecovacs und Roborock unterstützt. Dreame und andere Hersteller sind aktuell noch nicht dabei, dürften aber in kommenden Releases folgen.

Wichtig: Eine direkte Sprachsteuerung à la „Hey, reinige die Küche" ist noch nicht implementiert. Die offizielle Dokumentation beschreibt das Segment-Mapping explizit als Grundlage für eine zukünftige Voice-Integration — die Funktion selbst fehlt noch.

Energie-Dashboard: Echtzeit-Badges im „Now"-View

Der „Now"-Tab im Energie-Dashboard bekommt sichtbare Aufwertungen. Neu sind Badges, die Echtzeit-Werte für Stromverbrauch, Gasdurchfluss und Wasserdurchfluss direkt auf einen Blick zeigen — ohne in Untermenüs navigieren zu müssen.

Außerdem gibt es jetzt auch für Wasser einen Sankey-Chart, der die Verteilung des Wasserverbrauchs im Haushalt visualisiert — analog zu dem bereits bekannten Stromfluss-Diagramm.

Voraussetzung für sinnvolle Echtzeit-Anzeigen sind Sensoren, die ihre Messwerte per Push-Verfahren mit ausreichender Frequenz übermitteln. Sensoren, die nur minütlich oder per Polling aktualisieren, liefern hier keinen echten Mehrwert.

Ebenfalls neu: Der zweite Tab heißt jetzt „Electricity" statt „Energy", um die Abgrenzung zu Gas und Wasser klarer zu machen. Und Balkendiagramm-Tooltips zeigen nun auch den Wochentag an.

Automatisierungs-Editor: „Continue on error" endlich in der UI

Eine der praktischsten Änderungen für den Alltag ist gleichzeitig eine der unscheinbarsten. Die Option „Continue on error" für einzelne Aktionsschritte in Automatisierungen war technisch schon länger vorhanden — aber nur über manuelles Editieren der YAML-Konfiguration zugänglich.

Ab 2026.3 findet sich diese Option direkt im visuellen Editor, im Drei-Punkte-Menü jedes Aktionsschritts. Ist sie aktiviert, wird ein Fehler in diesem Schritt zwar geloggt, die Automatisierung läuft aber weiter. Damit lassen sich robustere Abläufe bauen, bei denen ein einzelner Fehler — etwa eine nicht erreichbare Lampe — nicht die gesamte Sequenz stoppt.

Architektur: Keine Änderungen an der Konfigurations-Struktur

Zur Klarstellung, da gelegentlich Fehlinformationen kursieren: In 2026.3 gibt es keine Änderungen an der grundlegenden Speicherstruktur von Home Assistant.

UI-konfigurierte Integrationen werden weiterhin als JSON-Dateien im .storage-Verzeichnis abgelegt — textbasiert, versionierbar per Git. Die configuration.yaml bleibt für manuelle Konfigurationen der bevorzugte Weg für Power-User. Eine Verlagerung in eine zentrale SQL-Datenbank für Konfigurationszwecke hat nicht stattgefunden und ist auch nicht geplant.

Unter der Haube: Python 3.14

Als Infrastrukturgrundlage läuft Home Assistant 2026.3 auf Python 3.14. Der Umstieg erfolgt bei allen offiziell unterstützten Installationsmethoden automatisch mit dem regulären Update — kein manueller Eingriff nötig.

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