Home Assistant 2026.4: Entity-Naming-Reform verschoben
Die umstrittene Entity-Naming-Änderung kommt doch nicht mit Home Assistant 2026.4. Nach massivem Community-Feedback während der Beta hat das Entwicklerteam die Reform zurückgezogen. Der neue Termin steht noch nicht fest.
Während der Beta-Phase von Home Assistant 2026.4 sollte eine grundlegende Änderung am Entity-Naming ausgerollt werden. Die Reform lief seit Juli 2022 und hätte praktisch jede Integration betroffen. Entity-Namen sollten künftig konsistent den Gerätenamen als Präfix enthalten. Ein Temperatursensor in einem Gerät namens "Wohnzimmer Sensor" hätte dann "Wohnzimmer Sensor Temperatur" als friendly name bekommen.
Die Reaktion im Community-Forum war deutlich. Nutzer berichteten von Dutzenden betroffenen Stellen in ihren Konfigurationen. YAML-Templates, Markdown-Cards, Benachrichtigungen, Automationen – überall tauchten die neuen Namen auf. Das Problem: Viele hatten ihre eigenen Namenskonventionen entwickelt und über Jahre gepflegt. Die automatische Migration funktionierte nicht in allen Fällen sauber.
Frenck zieht die Reißleine
Frenck, einer der führenden Home Assistant Entwickler, kündigte die Verschiebung im Beta-Thread an. Die Begründung: Das Feedback habe wichtige Edge Cases und reale Probleme aufgedeckt. Diese wollten sie besser lösen, bevor die Änderung an alle Nutzer ausgerollt wird.
Das Team hatte die Sensibilität des Themas durchaus erkannt. Während der Beta wurden noch Kompromisse eingebaut – etwa ein Toggle zwischen "Composed" (dynamisch generiert) und "Text" (benutzer-definiert) im Entity-Name-Picker. Das reichte aber offenbar nicht aus.
Was das für Nutzer bedeutet
Wer auf 2026.4 updated, erlebt keine Überraschungen beim Entity-Naming. Alles bleibt wie gehabt. Die Reform kommt später – wann genau, ist offen. Das gibt der Community Zeit, sich vorzubereiten. Und dem Entwicklerteam die Möglichkeit, die Migration robuster zu machen.
Die Entscheidung zeigt aber auch die Stärke des Beta-Prozesses. Home Assistant testet neue Features mehrere Wochen vor dem Release öffentlich. Wer die Beta nutzt, kann Probleme melden. In diesem Fall hat das System funktioniert. Die Community hat klar gemacht, dass diese Änderung nicht ready war. Das Team hat reagiert.
Infrarot und SecureTar v3 bleiben
Die anderen großen Features von 2026.4 sind nicht betroffen. Native Infrarot-Unterstützung, SecureTar-v3-Backup-Verschlüsselung, Purpose-Specific Triggers – alles wie geplant dabei. Nur die Entity-Naming-Reform wurde herausgenommen.
Wer sich auf die neue Namenskonvention vorbereiten will, sollte die nächsten Release Notes im Auge behalten. Irgendwann kommt sie. Aber nicht jetzt. Und hoffentlich besser umgesetzt.
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