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Shelly

Shelly i4 Gen4: Eingangs-Controller mit Matter ab Werk und Zigbee per Umschaltung

Shelly hat den i4 Gen4 vorgestellt, einen Unterputz-Controller mit vier Schaltereingängen ohne Relais. Er startet im Matter-Profil und lässt sich auf Zigbee umstellen.

Shelly I4 Gen4 auf Werkbank - AI generiert

Es handelt sich um einen Unterputz-Controller für vier Schalter- oder Tastereingänge. Er schaltet selbst keine Lasten. Er meldet Tastendrücke an andere Geräte und Systeme. Für Installationen, in denen vorhandene Wandtaster Szenen oder Aktoren auslösen sollen, ist das eine zusätzliche Option neben den Relais der Marke.

Bemerkenswert ist die Funkauswahl: Das Gerät ist werkseitig auf Matter eingestellt und lässt sich per Tastendruck auf Zigbee umstellen. Ein gleichzeitiger Betrieb beider Funkstandards ist in den vorliegenden Angaben nicht beschrieben.

Vier Eingänge, kein Ausgang

Der i4 Gen4 sitzt in der Unterputzdose hinter einem herkömmlichen Taster oder Schalter. Laut Shelly-Datenblatt bietet er vier Eingänge (SW1 bis SW4) an Schraubklemmen. Die Spannungsversorgung erfolgt mit 110 bis 240 V Wechselspannung bei 50/60 Hz, die Leistungsaufnahme liegt unter 1 W. Ein Neutralleiter ist erforderlich. Die Installation an Netzspannung gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.

Ein Relaisausgang fehlt. Zum Schalten einer Leuchte braucht es also einen separaten Aktor, zum Beispiel ein Shelly-Relais oder ein anderes Smart-Home-Gerät. Nach Angaben von SmarthomeAssistent unterscheidet der Controller zwischen einfachem, doppeltem und dreifachem Tastendruck sowie langem Drücken. Welche Aktion daraus folgt, legt die Konfiguration fest.

MerkmalAngabe laut Shelly
Eingänge4 (SW1–SW4), Schraubklemmen
Versorgung110–240 V~, 50/60 Hz, Neutralleiter nötig
Leistungsaufnahmeunter 1 W
Maße (H × B × T)37 × 42 × 15 mm
Gewicht19 g
Betriebsumgebung−20 bis 40 °C, bis 2000 m Höhe

Matter ab Werk, Zigbee per Umschaltung

Im Auslieferungszustand läuft der i4 Gen4 im Matter-Profil. Für Zigbee wird die Taste am Gerät fünfmal gedrückt. Danach bleibt das Gerät drei Minuten im Inklusionsmodus, in dieser Zeit lässt es sich in ein Zigbee-Netz einbinden. Dreimaliges Drücken startet das Zeitfenster erneut. Das Zigbee-Profil kann als Repeater dienen; Shelly nennt bis zu 100 m Reichweite in Innenräumen. Das ist eine Herstellerangabe.

SmarthomeAssistent berichtet, dass die Matter-Anbindung über WLAN läuft, nicht über Thread. Eine eigene Prüfung in der Shelly-Dokumentation steht aus. Das Gerät unterstützt außerdem WLAN im 2,4-GHz-Band und Bluetooth.

Für Home Assistant kämen zwei Wege in Frage: im Matter-Profil die Matter-Integration, im Zigbee-Profil ZHA oder Zigbee2MQTT. Eine Bestätigung für den i4 Gen4 liegt nicht vor, siehe den Vergleich der beiden Zigbee-Wege. Eine ähnliche Doppelfunktion hat bereits der Shelly Presence Gen4.

Lokale Schnittstellen

Laut Shelly unterstützt der i4 Gen4 HTTP-API, MQTT, Webhooks (20 Stück mit je fünf URLs), Scripting und virtuelle Komponenten. KNX net/IP ist in der Dokumentation ebenfalls aufgeführt. Nach Angaben von SmarthomeAssistent ist für viele Funktionen keine Cloud-Verbindung erforderlich. Welche Schnittstelle in welchem Profil verfügbar ist, geht aus den abgerufenen Angaben nicht hervor.

Was offen bleibt

  • Ob und wie die offizielle Shelly-Integration in Home Assistant den i4 Gen4 mit allen Tastenereignissen abbildet, haben weder Hersteller noch Home-Assistant-Dokumentation in den geprüften Quellen belegt.
  • Ob Matter-Ereignisse für mehrfaches und langes Drücken vollständig in Controllern ankommen, ist ungeklärt.
  • Ob Matter und Zigbee nur wechselweise laufen, ist nicht ausdrücklich belegt; die Beschreibung der Umschaltung legt es nahe.

Quellenverzeichnis

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